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Marko Žarić
Staatlich geprüfter und vereidigter Dolmetscher und Übersetzer Literaturübersetzer Telefon: +49 (0)4298 - 8753
Email: zaric@gmx.net |
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Literaturübersetzungen vom Kroatischen ins Deutsche
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| Ratko Cvetnić: Ein kurzer Ausflug - Aufzeichnungen aus dem Krieg in Kroatien
131 Seiten Deutsche Ausgabe: Verlagsbuchhandlung Ulrike Sulek, Köln,
1999 |
Ein junger Mann zieht in den Krieg. Er glaubt dabei, damit seine Bürgerpflicht zu erfüllen, da seine Heimat angegriffen und besetzt wurde. "Es gibt Orte, die man nicht verlässt, und Grenzen, die nicht überschritten werden," meinte Kardinal Kuharić als er über die Moral des gläubigen Soldaten predigte und über die Tatsache, dass uns der Krieg sehr oft in Situationen bringt, die in moralischem Sinne unkonventionell sind. Je länger er jedoch in der Etappe verbringt, desto mehr wird er von Zweifeln geplagt, ob er dabei ist, die Grenzen zu überschreiten, die nicht überschritten werden dürfen, will man den Boden der Menschlichkeit nicht verlassen. "Sie wissen selbst, in welcher Lage wir uns heute befinden. Sie wissen, dass es um unsere Existenz geht, um unser sein oder nicht sein - sowohl als Volk als auch als Staat. Und auch als Streitkräfte ...", tönte der General. Oh ja, das wissen wir! Sowohl als Kroaten als auch Staatsbürger und auch als Soldaten. Aber was ist mit unseren verängstigten Persönlichkeiten? Am Samstag führt man noch seinen Hund mitten in Zagreb auf Zrinjevac spazieren, am Montag findet man sich irgendwo in einer Bergstellung wieder, und am Freitag wird man in Stücken zurück nach Zagreb gebracht. Der junge Soldat geht immer mehr auf kritische Distanz zur politischen Führung seines Landes, zugleich jedoch auch zum hoch gepriesenen europäischen humanistischen Gedanken, von dem er sich allein gelassen fühlt. Er merkt sehr bald, dass "ein Europa ohne Grenzen" genauso eine Utopie ist wie Afrika ohne Sand. Es hat überhaupt keine Bedeutung, ob die Grenzen sichtbar sind oder nicht, wichtig ist lediglich, dass sie als unumstritten anerkannt werden. "Europa ohne Grenzen" beinhaltet daher lediglich den Abriss innerer Trennwände - um damit die äußeren zu verstärken. Die "Berliner Mauer" wurde in Wirklichkeit nicht abgerissen, sondern ist zum Baumaterial für neue Grenzen geworden, in deren Kataster er seine Heimat ebenfalls hinein schieben möchte. Als kroatische Streitkräfte, mehr oder weniger verdeckt, ins kriegerische Geschehen in Bosnien-Herzegowina eingreifen, ist für den Autor jene Grenze erreicht, die er zu überschreiten nicht mehr bereit ist. Er quittiert den Dienst und setzt somit bewusst seiner gerade angefangenen militärischen Kariere ein Ende. |
Ratko Cvetnić wurde 1957 in Zagreb geboren, wo er als Berufssportler lebt und arbeitet. Diese Aufzeichnungen sind sein erstes literarisches Werk. 1998 bekam er für Ein kurzer Ausflug - Aufzeichnungen aus dem Krieg in Kroatien den bedeutendsten kroatischen Literaturpreis "Ksaver Šandor Gjalski" für das beste Buch des Jahres. |
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| Das Buch erregte in
Kroatien hohe Aufmerksamkeit und und war von sehr geteilter Meinung
begleitet. Einige verdammten den Autor als Nestbeschmutzer und beinahe
Vaterlandsverräter, während ihm bei anderen hohe Anerkennung zuteil wurde,
da er es wagte, auf den wunden Punkt der neueren kroatischen Geschichte zu
zeigen. Das Buch wurde in Kroatien sehr bald vergriffen und erlebte bald
seine zweite Auflage.
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| Ivo Brešan: Bekenntnisse eines charakterlosen Menschen
497 Seiten |
Bei diesem Roman handelt es sich um eine Persiflage aller
wichtigen Ereignisse und Persönlichkeiten des gesamten 20. Jahrhunderts der
kroatischen Geschichte bis zu den ersten demokratischen Wahlen in der
Republik Kroatien 1990. Die Charakterlosigkeit, von der im Titel des Romans die Rede ist, und die der Held des Romans, Fabricije Viskov, geboren 1918 in einem kleinen Dorf bei Šibenik, bereits am Anfang der Geschichte sich selbst als eine Eigenschaft zuschreibt, bezieht sich natürlich nicht auf seine Verdorbenheit und Skrupellosigkeit. Die Rede ist von Fabricijes Überzeugung, der er nie entsagen wird, dass nämlich ein fester und zuverlässiger Charakter eine Fiktion sei, die der Realität niemals standhalten könne. Denn erhabene Ideale, strenge ethische Normen und Träume von einer Veränderung der Welt, und wir alle neigen dazu, an solchen Idealen festzuhalten, all das ist nach Fabricijes früher Erkenntnis nur eine bunte Mischung, die zur Täuschung der naiven Menschen bestimmt ist jener Menschen nämlich, die noch immer daran glauben, dass auch die sinnloseste Bewegung eine Veränderung bringen könne. Mit einer solchen Lebensweisheit "ausgestattet," springt Brešans Held von einem Abenteuer in das nächste und überrascht seinen Leser bei jedem dieser Sprünge aufs Neue. Obgleich ausschließlich am eigenen Wohlergehen interessiert und völlig gleichgültig gegenüber den großen geschichtlichen Ereignissen um ihn herum, wird Fabricije immer wieder von deren Strudel erfasst. Auch er kann also der Geschichte nicht entkommen und verstrickt sich immer tiefer darin. Fabricije Viskov ist ein unbedeutender Mensch, der große Ideen und Ideologien, die zur Verbesserung der Gesellschaft und zur Beseligung der Menschheit dienen, von denen es in dem zwanzigsten Jahrhundert nur so wimmelte, weder kennt noch anerkennt. Seine soziale Lage zwingt ihn, sich jeden Tag erneut den Herausforderungen des nackten Überlebens anzupassen, so dass aus seinem Blickwinkel die Berufung auf Ideale der Religion, der Nation oder der Klasse lediglich leeren Phrasen ähnelt. Seine reiche Erfahrung lehrt ihn sogar, dass jene, die an große Ideen blind glauben und sich fanatisch auf ihre Ideale berufen gleichzeitig bereits sind, in deren Namen sogar Verbrechen zu begehen, und die einfachen, kleinen Menschen ihrer unmittelbaren Umgebung ins Unglück zu stürzen und zu vernichten. Der Autor bringt seine Träger unterschiedlicher politischen Ideen immer wieder in Lebenssituationen, in denen offenkundig wird, dass die Ideen und Ideale, die in den Köpfen oder Büchern politischer Propheten vollkommen aussehen, in wirklichem Leben zerstörerisch wirken und die Menschen ins Unglück stürzen, anstatt sie glücklich zu machen. Daraus lässt sich schließen, dass die meisten politischen Doktrinen, die wir in diesem Jahrhundert über uns ergehen lassen mussten, auf einer reduktiven Vorstellung der menschlichen Natur beruhten, und die Mehrdimensionalität der menschlichen Bedürfnisse und Sehnsüchte nicht zu befriedigen vermochten. Indem er seinen Helden durch unterschiedliche Abenteuer und Wendungen führt, schreibt Brešan zugleich die Geschichte eines untergegangenen Staates und macht einen Schlussstrich unter dem ausgehenden Jahrhundert. Einem Jahrhundert, das zwar einen unglaublichen technologischen Fortschritt brachte, dessen Bilanz hinsichtlich der Humanisierung der menschlichen Existenz jedoch mehr als fraglich erscheint. |
Ivo Brešan wurde am 27. Mai 1936 in Vodice bei Šibenik geboren. An der Philosophischen Fakultät in Zagreb legte er sein Diplom ab und lehrte von 1960 - 1983 als Professor für kroatische Sprache und Literatur sowie für Philosophie am Gymnasium von Šibenik. Heute ist er künstlerischer Leiter des Theaters von Šibenik und trifft die Auswahl für das dramaturgische und literarische Programm des Internationalen Kinderfestivals. Bisher wurden etwa 18 seiner dramaturgischen Texte aufgeführt (Aufführung von Hamlet im Dorf Unterschlammheim, 1971; Der Tod des Ratsvorsitzenden des Hausrates, 1979; Archäologische Ausgrabungen beim Dorf Dilj, 1981; Der Leibhaftige an der Philosophischen Fakultät, 1982; Julius Cäsar, 1995; Die Nisse, 1999 u.a.) Die meisten Dramen wurden in den Büchern Groteske Komödien (1979) und Drei Dramen (1993) veröffentlicht. Brešan schrieb außerdem Drehbücher für zahlreiche Spielfilme und Fernsehserien. In jüngster Zeit schreibt Brešan außerdem Romane. Sein erster Roman (Himmlische Vögel) erschien 1990. Der hier vorliegende Roman Bekenntnisse eines charakterlosen Menschen ist sein zweiter Roman. |
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Insoweit hat dieser Roman eine Sonderstellung in der kroatischen Literatur, da es keine ähnliche Beispiele gibt, dass es jemandem durch so lebhafte und mit Ereignissen derart reiche Erzählung gelungen ist, das komplexe Bild einer geschichtlichen Periode darzustellen und eine endgültige Bilanz des endenden Jahrhunderts ethisch zu bearbeiten.
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| Franjo Tudjman: Das historische Schicksal des Volkes
669 Seiten |
In seiner Analyse geschichtlicher Ereignisse nimmt Tudjman bereits vieles vorweg, was seit 1989 nur von jenen als überraschende Wende empfunden wurde, die in vielen Hauptstädten Europas den Neuanforderungen der Politik nicht gewachsen waren. Die Aufsatzsammlung macht den deutschsprachigen Leser mit dem Geschichtsbild und dem Europaverständnis von Franjo Tudjman vertraut. Es sind drei Themenbereiche, die der Autor als Geschichtswissenschaftler immer wieder aufgreift, analysiert und behandelt: Die nationale Frage Jugoslawiens, das Erwachen der Volksgruppen in Europa und die Götterdämmerung der multinationalen Staaten sowie die deutsche Frage. Als Historiker und Politikwissenschaftler äußerst er sich zu anderen nationalen Konfliktherden Südosteuropas, die noch heute, oder gerade heute besonders akut sind: zu Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Wojwodina u. a. Seine Beschäftigung mit dem Aufbegehren der nationalen und ethnischen Minderheiten im übrigen Europa zeigt seine realistische Beurteilung der nationalen Fragen. Er nennt die Borniertheit jakobinischer und falangistischer Unitarismen und Zentralismen beim Namen und stellt fest, dass die Ursachen für Krisen und Konflikte in den meisten Fällen in der Situation einzelner Völker und Volksgruppen zu suchen sind, die ihre politische und oft auch kulturelle Selbstbestimmung nicht wahrnehmen können und sich deshalb als Minderheiten und Bürger zweiter Klasse erheblich benachteiligt fühlen. Für den deutschsprachigen Leser sind die Aussagen über die deutsche Frage von besonderem Interesse. In einer Zeit, als im Westen noch niemand Zweifel an der Unabänderlichkeit und ewigen Gültigkeit der Beschlüsse von Jalta und damit der Teilung Europas und Deutschlands zu äußern wagte, verurteilte Tudjman Stacheldraht und Mauerbau als Schande für Europa und rechnete mit allen marxistischen Auslegungen ab, die das Weiterbestehen der deutschen Nation verneinten. Er stellte klar, dass derartige Theorien keine geschichtswissenschaftliche Grundlage haben und im deutschen Volk keine dauerhaften Wurzeln schlagen, gleichgültig, unter welchen ideologischen Formen sie erzwungen werden. Das Nachwort zum Buch schrieb der Historiker und Professor Andjelko Mijatović, der auch die Auswahl der Texte traf. Das Namenverzeichnis und die Erklärung der verwendeten Abkürzungen wurden vom Übersetzer erstellt. |
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Dr. Franjo Tudjman Nach dem Sieg der Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft (HDZ) bei den ersten demokratischen Wahlen, wurde Tudjman am 30. Mai 1990 im kroatischen Parlament zum Präsidenten des Präsidiums der damals noch Sozialistischen Republik Kroatien gewählt. Nach der Verabschiedung der neuen demokratischen Verfassung der Republik Kroatien am 22. Dezember 1990 wurde er in den direkten Präsidentschaftswahlen im Oktober 1992 erneut zum Präsidenten des kroatischen Staates gewählt. Ab 1997 lief Tudjmans zweite Amtszeit als Präsident der Republik Kroatien. Am 10.12.1999 ist Franjo Tudjman im Alter von 77 Jahren nach langer Krebskrankheit gestorben. |
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| Mato Draguljić: Todesschreie aus Vernichtungslagern in Bosnien Ein Erlebnisbericht
173 Seiten |
Wessen Heer ist es, das Tage und Nächte durch die Straßen unseres kleinen und ansonsten so ruhigen Ortes zieht? Unüberschaubare Kolonne von Kampfpanzern und gepanzerten Mannschaftstransportern. Die LKWs voller betrunkener Soldaten. Tage und Nächte wechseln sich ab, während die Kolonne in Richtung Stadt weiterzieht und kein Ende zu haben scheint. Die tief fliegenden Kampfflugzeuge vervollständigen mit ihrem ohrenbetäubenden Dröhnen das allgemeine Schreckbild, das den Einwohnern das Blut in Adern erstarren lässt. Noch fragte sich der junge Lehrer an jenem 22. Mai 92 verwundert und unentschlossen, was er zu tun hätte, doch bald wurden seine Fragen überflüssig. Andere bestimmten über sein Schicksal. Oft, zu oft entschied lediglich Zufall, wer aus der Hölle vieler Lager, die der junge Lehrer Draguljić gegen seinen Willen kennen lernen musste, mit dem Leben davonkommen sollte. Und es waren wenige, sehr wenige. Weil er sich vielen, die sein Glück nicht hatten, verpflichtet fühlte, und weil er in persönlichen Gesprächen versprochen hatte, wenn er einmal die Freiheit wieder erlangen sollte, die Wahrheit über diese Hölle bekannt zu geben, schrieb Mato Draguljić diese erschütternde Berichte auf, nicht aus Rache, sondern als Mahnung, dass etwas derartiges nie wieder geschehen möge. Die geschilderten Ereignisse sind dermaßen erschütternd, dass man an deren Glaubwürdigkeit allzu gerne zweifeln möchte, und sie sind doch wahr und fast dokumentarisch wiedergegeben. In Matos Schilderungen begegnen wir einigen der bereits verurteilten Kriegsverbrecher, aber auch Soldaten und Wachposten der gegnerischen Seite, die es selbst unter großer Gefahr um eigene Sicherheit nicht versäumt haben, den Mitmenschen soweit möglich ihr Schicksal zu erleichtern. Besonders erschütternd sind die ständigen Wechselbäder zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Hoffnung auf einen baldigen Austausch und Verzweiflung, dass dieses lediglich für immer ein Wunschtraum bleiben würde. |
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Mato Draguljić ist am 21.03.1960 in Vrbanjci bei Kotor Varoš/Bosnien-Herzegowina geboren. Nach Abschluss der Grundschule verlässt er seine Heimat und zieht nach Kroatien. In Rijeka (Kroatien) absolviert Draguljić die Realschule und beginnt 1981 an der Pädagogischen Fakultät der Universität in Rijeka sein Studium der Pädagogik. In dieser Zeit betätigt er sich als Redaktionsmitglied der Studentenzeitschrift "Val" ("Die Welle"). 1986 beendet Draguljić sein Studium mit Diplomabschluss eines Pädagogiklehrers, gründet 1987 Familie und arbeitet unbehelligt an der Schule bis zur Aggression auf Bosnien-Herzegowina. 1992 wird er gefangengenommen und in Konzentrationslagern Keraterm, Omarska, Manjača, Knin, Batković, Kamenica festgehalten. Durch glückliche Umstände überlebt er die Lager und wird am 18.07.1993 in Livno ausgetauscht. Im selben Jahr zieht er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er gleich wegen Folgen schwerer Misshandlungen in Konzentrationslagern operiert wird, wodurch eine schwere Invalidität vermieden werden konnte. |
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| Hrvoje Kačić: Mit der Wahrheit in die Welt
Titel der kroatischen Ausgabe: Deutsche Ausgabe: Volksbund der Deutschen Kroatiens – Narodni Savez Nijemaca Hrvatske Verlag „Tonimir“,
Varaždinske Toplice; Auflage „Humanitas“, 2006
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Wenn es sich um irgendein Buch, Dokument, Darstellung o. a., welche das Sterben und den Tod von Ex-Jugoslawien und gleichzeitig die Auferstehung von Kroatien berühren, handelt, dann ist das Buch von Hrvoje Kačić sicherlich eine der kompetentesten und objektivsten Darstellungen dieser Ereignisse aus der ersten Hand, was für einen Leser am wertvollsten ist. Der Autor beschreibt die Abläufe an denen er selber teilgenommen hat oder zumindest räumlich und zeitlich sehr nahe war. Er sieht und beobachtet die Akteure dieser Ereignisse aus unmittelbarer Nähe, erlebt sie, beurteilt ihre Vorhaben und Handlungen. Der Autor erkundet nicht die weite Vergangenheit, er stellt vor, was er selber gesehen und gehört hat. Durch eine sozusagen Gerichtssprache gesagt, er ist Zeuge „eigener Wahrnehmung“ und nicht aus zweiter Hand. Die Darstellung von Kačić gehört in die gegenwärtige Geschichtsinterpretation. Es handelt sich in der Tat um Vergangenheit, aber um eine ziemlich frische, welche Historikern unter Begriffen „contemporary history“ und „Zeitgeschichte“ verständig ist. Die Lektüre dieses Buches weckt viele Erinnerungen an die Zeit der Auflösung Jugoslawiens und an den Kampf der Teilrepubliken um ihre Selbstbestimmung. Europa gab sich damals, nachdem die Berliner Mauer und der Eiserne Vorhang gefallen waren und die Sowjetunion sich ohne Blutvergießen aufgelöst hatte, der trügerischen Hoffnung hin, dass die Zeit der gewalttätigen Auseinandersetzungen auf unserem Kontinent für immer zu Ende gegangen war. Das erklärt manche Reaktionen der europäischen Politik in dem damaligen blutigen Konflikt, und das wurde in diesem Buch besonders beleuchtet und zum Ausdruck gebracht. |
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Hrvoje Kačić wurde am 13. Januar 1932 in Dubrovnik geboren. 1951 absolvierte er Abitur an der Akademie der Handelsmarine und im selben Jahr erwarb er sein Abschlusszeugnis am Dubrovniker Gymnasium. Er studierte Rechtswissenschaften in Zagreb und Sarajevo und schloss 1956 sein Studium an der juristischen Fakultät der Universität in Zagreb mit dem Diplom ab. Als Mitglied vieler internationaler Organisationen nahm er an zahlreichen Konferenzen der UNO und verschiedenen diplomatischen Konferenzen teil. Im September und Oktober 1991 vertrat er Kroatien bei der Haager Konferenz über das ehemalige Jugoslawien unter der Schirmherrschaft der EG. Er leitete die Delegation des kroatischen Parlaments hei der Sitzung des Europaparlaments, bei den Sitzungen der Parlamentarier der Mitteleuropäischen Initiative und der NATO Staaten. Vom Januar 1994 bis Juli 2001 war er ehrenamtlich als Präsident der Staatlichen Kommission der kroatischen Regierung für Grenzfragen tätig. Hrvoje Kačić war nie Mitglied einer politischen Partei. |
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| Vjekoslav Tomašić: Istriens Requiem
247 Seiten
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Ein Zug fährt von Zagreb in Richtung Istrien ab. In einer Woche erwacht ein ganzes Jahrhundert, die verflochtenen menschlichen Schicksale, zwei Liebesbeziehungen. Durch den Tod seines Vaters angeregt, lässt der Autor sein Leben, das Leben seiner Vorfahren in Istrien und das Leben ganz Istriens in einer eindrucksvollen Abfolge vom menschlichen Zusammenhalt und von Tragödien, die über die familiären Bande hinaus eine ganze Gegend treffen, Revue passieren. Seine schwere Jugend voller Entbehrungen, die Erzählungen seiner Eltern und anderer Familienangehörigen über geschichtliche Wirren und Abfolgen fremder Herrschaft in Istrien, Fragmente aus einem alten Gebetbuch, insbesondere Inschriften in Kirchen und auf Friedhöfen, wecken schöne und leidvolle Erinnerungen und lassen ganz Istrien in ein Ganzes verschmelzen, in dem zuletzt ein Abschied von der mit Schweiß, Tränen und Blut getränkten roten Erde Istriens gar kein Abschied sein kann, denn Istrien lebt in Menschen, selbst wenn sie ihm den Rücken kehren und es für immer zu verlassen glauben. Und doch scheint das traditionelle Istrien unwiderruflich in sein eigenes Requiem eingestimmt zu haben. Es gibt nur sehr wenige istrische Intellektuelle, denen es gelungen ist, mit derart viel seelischer Sensibilität und mit derart eigentümlicher Erkenntnis und aufrichtiger Selbstanalyse die ethnokulturelle Zusammenhänge zu erkennen, die geschichtliche Abgründe und Kataklysmen mit persönlichen Dramen derer verbinden, die die Folgen der Geschichte auf diesem Raum erleben mussten. Vjekoslav Tomašić ist in seinem Roman Zeitzeuge und gleichzeitig ein sentimentaler Betrachter der tiefsten und intimsten Familiengeschichten, ein unerbittlicher Kommentator geschichtlicher Ereignisse und ein kritischer Bewerter des Unrechts, das zwischen den beiden Weltkriegen, während des Zweiten Weltkriegs und in Zeiten der faschistischen und kommunistischen Herrschaft das kroatische nationale und kulturelle Wesen in Istrien erdulden musste. Tomašić dokumentiert, er ist sachlich glaubwürdig, zugleich jedoch literarisch und in seinem Bestreben, seine Thesen literarisch universal zu machen, leicht lesbar. Wahrscheinlich behält er Recht, wenn er meint, dass "trockene" Lamentationen die Kraft der Authentizität verlieren: ewig ist, natürlich, nur die Poesie, auf die er immer wieder zurückgreift, wenn er sich vom schweren Schicksal lösen möchte. |
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Vjekoslav Tomašić wurde 1942 in Zagreb geboren. Seine Vorfahren kommen aus Istrien. Tomašić ist in Kroatien ein bekannter Name auf wirtschaftlichem Gebiet und zur Zeit kroatischer Konsul in Trieste (Italien). Istriens Requiem ist sein erster Roman. |
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| Alenka Mirković: 91,6 MHz - Mit der Stimme gegen Kanonen Erlebnisbericht
295 Seiten |
Eine durchschnittliche junge Lehrerin an einer Vukovarer Schule, unbekümmert und sorglos, die sich über den nahenden Frühling freut und keine weltbewegenden Gedanken im Kopf hat, versteht die Welt nicht mehr. Völlig unvermittelt, unerwartet und ungewollt findet sie sich plötzlich in einem furchtbaren Krieg wieder, in dem sie Herausforderungen ausgesetzt wird, denen sie sich nicht gewachsen fühlt. Sie kann dagegen nichts unternehmen, nichts dagegen einsetzen - außer ihre Stimme in einem Lokalsender, der sehr bald an Bedeutung gewinnt. Ein Krieg mit ungleichen Waffen, der nicht zu gewinnen ist. In diesem Roman, der eigentlich ein Erlebnisbericht ist, spürt man förmlich das Knistern der herannahenden Katastrophe, eines Auseinanderfallens eines staatlichen Gebildes, das nur die Naiven und Unbekümmerten, wie die Autorin war, als gegeben und ewig betrachtet hatten. Sie lebte in einer multinationalen und multikulturellen Stadt, in der die Betonung der nationalen Besonderheiten schon immer eine Einleitung zum Unglück war, und sie mochte diese Stadt mit ihrer Vielfalt an Menschen, Kulturen, Überlieferungen. Gelegentliche Mahnungen und Erinnerungen ihrer Lebens erfahrenen Tante tat sie als bedeutungslose Nörgeleien einer älteren Dame ab, die sich mit Errungenschaften neuerer Zeit nicht abzufinden bereit war. Das sich nähernde nationalistische Grollen überhörte sie und machte sich zunächst darüber lustig, da sie doch selbst eine Serbin als beste Freundin zu haben glaubte. Sie übersah viele, scheinbar unbedeutende, Ereignisse in ihrer Umgebung, und um so mehr wurde sie von plötzlichem Kriegsausbruch überrascht und betroffen. Ohne es zu wollen, findet sie sich plötzlich in einem blutigem Ringen wider, dem sie nicht entkommen kann. Sie selbst wird genauso zum Opfer, wie die von ihr geliebte Stadt, die tagtäglich in Schutt und Asche verwandelt wird. Dieser Roman ist kein Heldenepos, er ist voller panischer Angst, in ihm werden selbst Helden kleine, durch Angst in ihrer Handlung gelähmte Menschen. Sie alle führen ein jämmerliches Dasein, schämen sich ihrer selbst, ihres Aussehens, ihres Gestanks und ihres Egoismus. Aus dieser hoffnungslosen Situation erheben sich Stimmen derer, die noch an Gerechtigkeit glauben. Ihre Stimmen werden lauter und es gelingt ihnen, das Trommelfeuer unzähliger Kanonen und Kampfpanzer zu übertönen. Einige Lehrer und Zeitungsreporter erheben im umzingelten und dem Tode geweihten Vukovar ihre Stimmen gegen die Barbarei, die die ehrwürdige Geschichte einer Kleinstadt, die als kleine Perle der barocken Baukunst in Europa bekannt war, auszulöschen droht. Ihr Sender wird immer wieder angepeilt und beschossen, genauso wie das Krankenhaus oder die einzige noch zugängliche Wasserstelle in der Stadt. Schließlich verstummt auch diese letzte Stimme der Vernunft, und die Protagonisten versuchen in der letzten Nacht vor dem endgültigen Fall der Stadt einen Ausbruch. |
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Alenka Mirković-Nađ, Journalistin des legendären Teams der Kriegsberichterstatter der Kroatischen Radio Vukovar, wurde 1964 in Zvornik (Bosnien-Herzegowina) geboren. 1997 wurde sie mit dem bedeutendsten kroatischen Literaturpreis "Ksaver Šandor Gjalski" für ihren Antikriegsroman 91,6 MHz - mit der Stimme gegen Kanonen ausgezeichnet. In 1969 zog sie mit ihrer Familie nach Vukovar. Heute lebt und arbeitet sie in Zagreb. |
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Die Autorin widmet ihr Buch "allen Jungs, die dieses Buch nie lesen werden. Allen Jungs, die es in ihren Rollstühlen lesen, oder dafür fremde Augen, Hände und Stimmen brauchen werden. Siniša, nach dem nichts mehr so wie vorher war, und Branko, ohne den alles unmöglich wäre. Igor, für seine Liebe, die Geduld und die Unterstützung. Der kleinen Ana, wegen der ich hoffe, dass all das nicht umsonst war." Es sind alles scheinbar kleine und unbedeutende Menschen gewesen, die durch ihr Tun, obwohl unerkannt, groß geworden sind. Ein wahrlich bemerkenswertes Buch. Der Roman bekam 1997 den bedeutendsten kroatischen Literaturpreis "Ksaver Šandor Gjalski" als der beste Roman des Jahres. |
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| Igor Petrić: TG - 5: Taktische Gruppe 5
235 Seiten |
Dieser Roman, so sehr er auch als Antikriegsroman bezeichnet werden kann, stellt keine bloße Verurteilung eines Krieges dar, da er in dem Fall banal wirken würde. Der Autor schrieb nämlich eine realistische Geschichte darüber, "wie es dort tatsächlich war", und beschrieb detailliert die Rohheit und herzenslose Grobheit, Beherrschung und Wutausbrüche, wobei durch den gesamten Roman trotzdem zarte Sehnsüchte nach Geborgenheit, ruhigem Schlaf und Liebe deutlich zum Ausdruck kommen. Der Inhalt des Romans befasst sich mit einer dreitägigen Aktion der Taktischen Gruppe 5, die den Auftrag erhielt, über die Berge von Velebit zum serbischen Hauptstützpunkt für die Treibstoffversorgung vorzustoßen und diesen Stützpunkt zu zerstören. Der Stützpunkt mit einer Tankstelle und einem Zusatztank von 50.000 Liter ist jedoch lediglich eine Tarnung für Machenschaften ganz anderer Art: Er deckt den schmutzigen Handel (Kriegsprofiteure) und ist zugleich Sitz des Oberkommandos der serbischen Streitkräfte. Die Taktische Gruppe 5, sollte sie ihr Sabotageunternehmen überlebt haben, wird in 72 Stunden an einer vorher vereinbarten Stelle auf dem Velebit von einem Hubschrauber der kroatischen Streitkräfte abgeholt. Wenn sie zum vereinbarten Treffen nicht erscheinen sollte, würde es bedeuten, dass sie tot sind. Das gefährliche Sabotageunternehmen nutzte der Schriftsteller Igor Petrić, um uns mit ausgesprochen unterschiedlichen Charakteren der beteiligten Soldaten vertraut zu machen, die sich durch eine Verstrickung verschiedener Umstände auf der gleichen Namensliste gefunden haben und somit Mitglieder der TG-5 wurden. Der Roman ist formal aus der Position eines neutralen Beobachters geschrieben, der die Ereignisse und Figuren in Situationen bringt, die diese nicht erwartet hatten: sie sind grundsätzlich humane, gute Menschen, doch sie brechen die Regeln der Genfer Konvention, töten Kriegsgefangene, brechen die ungeschriebenen Gesetze der männlichen Freundschaft, hänseln ihren Freund Srećko ('Keko'), der sich mit Worten kaum verteidigen kann, mustern sich lautlos in einer ausweglosen Situation und sehen in ihren Mitstreitern die künftigen Gefallenen. Außer dass TG-5 in der strengen Gattungsbestimmung ein Aktionsroman ist, macht ihn das Verhältnis zwischen dem Verbrechen und der Bestrafung zunehmend kompliziert. Das um so mehr, als der Autor an keiner einzigen Stelle auf Gerechtigkeit und Genugtuung besteht, und es letzten Endes nicht von wesentlicher Bedeutung ist, ob am Ende das Gute siegt oder ob es erst eines fernen Tages, und möglicherweise nicht mal dann, tun würde. Feindliche Soldaten wurden weder als negative Gestalten noch als "kollektive Gestalt" dargestellt, sondern als eine formlose Masse ohne Eigenschaften. Die schnelle militärische Aktion schließt nämlich ein Kennenlernen der Feinheiten feindlicher Seelen aus. Der Abstand vom Nuancieren, das ausschließlich in Konfrontation der Meinungen, Ideen und Weltanschauungen zum Ausdruck kommen könnte, ist eine saubere literarische und menschliche Lösung, die Igor Petrić hier gefunden hat. Ein As wird immer zuletzt ausgespielt. Das As, die stärkste Karte dieses Romans ist auf jeden Fall der Berg Velebit. Dem Velebit mag es egal sein, in wessen Händen er sich befindet, doch das bedeutet keineswegs, dass er seelenlos ist. Indem er den Berg personifiziert und ihm menschliche Eigenschaften zugesteht, ermöglicht Petrić seinen Romanhelden, dass sie sich ohne es zu wollen, intim, in ihren Gedanken und durch ihre Taten mit dem Haupthelden - dem Velebit auseinandersetzen. Da in diesem Krieg, egal wie man ihn nennt, so sehr die ersten und alle anderen Schritte schmutzig waren, auf beiden Seiten Männer fielen, die mit Westerns und Comics, mit Coca-Cola und Rock'n'Roll aufgewachsen waren, liegt es auf der Hand, dass ein guter Schriftsteller die allgemeinen Generationsmerkmale zu nutzen wissen wird, dass er nicht nach abgegriffener, blumiger Ideologie greifen, und seine Helden mit den Helden der Filmkunst vergleichen wird. Demnach ist dieser Roman eigentlich ein Film, wenn es dem Leser gelingen könnte, ihn zumindest in dem Maße filmisch zu lesen, wie ihn Igor Petrić filmisch dachte. Im Roman TG-5 beschrieb er nicht nur eine lineare und parallele Handlung, Dialoge und Beschreibungen, sondern die Vergangenheit, Kindheit und Jugendzeit von Generationen derer, deren seelische Verfassung nicht ausschließlich dafür vorbestimmt war, ums Leben zu kommen oder zu überleben, denn all das war, wie in einem Film, eine Glückssache, ein Werk guter oder schlechter Regisseure. |
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(kein Portraitfoto vorhanden) Igor Petrić wurde am 14. Oktober 1960 in Split/Kroatien geboren. Vom Beruf ist er Leutnant der Handelsflotte. Er nahm als Mitglied der 141. Brigade der kroatischen Streitkräfte im Frontabschnitt bei Zadar am Vaterländischen Krieg teil. Petrić schreibt Prosa, Poesie und Theaterstücke. Er nahm an mehreren Dichtersymposien teil. Zwei seiner Kriegsnovellen wurden in Zeitschrift Hrvatski obzor veröffentlicht. TG - 5: Taktische Gruppe 5 ist sein erster Roman.
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| Ivo Brešan: Die Nisse Slapstickkomödie in 9 Szenen (kein Titelbild vorhanden)
86 Seiten |
Politische Wenden ändern zwar so manches an den Machtverhältnissen, doch sie bringen es nicht fertig, die Menschen selbst zu verändern. Die Demokratisierung scheint unaufhaltsam voranzuschreiten, und die Zeiten der verhassten Spitzel der Geheimpolizei scheinen ein für allemal vorbei zu sein. Doch ist dem wirklich so? In einem kleinen Ort in Dalmatien stehen neue Kommunalwahlen unmittelbar bevor - die richtige Zeit, die Wähler zu mobilisieren und richtige Koalitionen einzugehen, die einen Wahlsieg sichern helfen. Die richtige Zeit auch für Spitzel, sich erneut nützlich zu machen, wie immer zunächst zum eigenen Nutzen. Dass man dabei die Seiten wechselt und gegeneinander ausspielt, Belohnungen aushandelt und seine Treue nach eigenem Ermessen auslegt, hat bei einem Spitzel noch nie Gewissensbisse verursacht. Die politischen Kontrahenten vergessen immer mehr ihre Würde und machen sich in vielen Verwechslungen lächerlich. Im ganzen Durcheinander scheint lediglich ein junges, leicht geistig behindertes Paar, einzig vernünftig und uneigennützig zu handeln. Eine Komödie, die in jedes Land neuer Demokratien passt, die ihre Abhängigkeiten von unterschiedlichen Seilschaften noch nicht überwunden haben, oder in denen sich die alten Parteien, nicht zuletzt Dank ihrer Wendehälse und dem Wecken alter Sehnsüchte, wieder stärker in Szene setzen. |
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Ivo Brešan wurde am 27. Mai 1936 in Vodice bei Šibenik geboren. Mehr zum Autor siehe oben. |
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